Bundesverband der Ausbildungsstätten für Motopädie



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Zertifizierung von Fachschulen für Motopädie

Zur Qualitätsentwicklung und  -sicherung hat der BAM e.V. in Absprache mit dem Deutschen Berufsverband der MotopädInnen und MototherapeutInnen (DBM e.V.) einen Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Fachschulen für Motopädie entwickelt.

Qualifizierung des Personals / der Leitung
Nachweis kooperierender Praxisstellen
Infrastruktur: Referenten, Kontakt zu anderen Schulen, Netzwerke usw.
Materialausstattung
Umsetzung des Lehrplanes (einschl. fortlaufender Evaluation)
Beachtung der Aufnahmekriterien an den Fachschulen
Mitgliedschaft im BAM
Instrumentarien
...darüber hinaus

 

Qualifizierung des Personals / der Leitung

Erfüllung der formalen Voraussetzungen


Lehrer

  • akademische Qualifikation (Lehramt, Diplom ...) - wenn nicht Lehramt, dann „alternative Lehrbefähigung“ (z.B. nachgewiesene Lehrerfahrungen/Erwachsenenbildung, Lehrqualifikation AKM o.ä.)
  • Lehrer, die bestimmte Kernfächer (PDM, MAK, MODI) unterrichten, sollten ein Sportstudium und entsprechende Weiterbildungen im psychomotorischen Kontext erworben haben
  • Erfahrung in der psychomotorischen Arbeit mit Kindern und/oder Jugendlichen und/oder Erwachsenen
  • Weiterbildung im Bereich angrenzender Therapiekonzepte
  • interdisziplinär ausgerichtetes Lehrteam

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Lehramt oder Hochschul-Diplom
  • Berufsausbildung wie z.B. Motopädin / Motopäde, Motologin / Motologe, Diplom-Pädagoge/Diplom-Pädagogin mit Bewegungsschwerpunkt
  • „Motopädische Arbeitsweisen und Konzepte“: mindestens eine Lehrkraft mit therapeutischer Ausbildung und Erfahrung
  • Ebenso mindestens eine Lehrkraft im Fach „Praxis der Motopädie“ mit therapeutischer Ausbildung und Erfahrung
  • Sichergestellt muss sein, dass im Fach „Praxis im motopädischen Berufsfeld“ eine Lehrkraft die Praxisbesuche durchführt, die psychomotorische Erfahrung nachweisen kann und selbst eine psychomotorische Ausbildung erworben hat.

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Lehramt oder Hochschul-Diplom

Qualifizierung der Leitung

  • Lehramt oder Hochschul-Diplom
  • Eine in der Psychomotorik erfahrene Lehrkraft mit zweitem Staatsexamen oder Diplom (z.B. Motologie). Diese Erfahrung wird durch eine entsprechende psychomotorische / motopädische Ausbildung erworben und durch praktische Erfahrung. Ebenso sind psychomotorische Publikationen wünschenswert.

Möglichst schnelle Einbindung staatlich anerkannter Motopädinnen und Motopäden

  • Einbindung staatlich anerk./gepr. Motopädin/Motopäde in die Ausbildung (z.B. in AMP)
  • Im Differenzierungsbereich sollte eine staatlich anerkannte Motopädin/ein staatlich anerkannter Motopäde ein Wahlangebot von 40 Stunden anbieten.

Psychomotorischer Background

  • Inwieweit ist Psychomotorik als Konzept an der Schule bzw. in anderen Bildungsgängen verankert und spürbar?

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Nachweis kooperierender Praxisstellen

  • Es wird bestätigt(z.B. durch entsprechende Kooperationsverträge), dass für die geplante Anzahl der Studierenden ausreichend Praxisstellen im unmittelbaren Umfeld der Ausbildungsstätte zur Verfügung stehen -> Adressen / Praxisanleiter
  • Die Praxisanleiterinnen und -anleiter sollen
    • über eine psychomotorische Ausbildung und Erfahrung verfügen und zur Zeit psychomotorisch arbeiten
    • den fachlichen Austausch mit den Studierenden und Fachschulen (auch zeitlich) gewährleisten können.



Infrastruktur: Referenten, Kontakt zu anderen Schulen, Netzwerke usw.

  • örtliche Anbindung an fachspezifische Institutionen/Einrichtungen z.B. Erziehungsberatungsstellen, Frühförderstellen, Sozial-pädiatrische Zentren, evtl. auch in Form von Beiratsarbeit
  • Kooperation mit anderen Fachschulen (auch anderer Bildungsgänge)
  • Ein Austausch mit anderen Ausbildungsstätten wird angestrebt.
  • Kooperation mit dem Berufsverband
  • Austausch und Kontakt mit den (Dach-)verbänden der Psychomotorik im In- und Ausland
  • Kontakte zu Referenten, die im Rahmen von Fortbildungen oder als Gastdozenten die Ausbildung der Studierenden qualitativ und fachbezogen mitgestalten können
  • Eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus dem psychomotorischen Raum wird angestrebt.

Räumlichkeiten

  • große Bewegungsräume für die praxisorientierte Ausbildung (Turnhalle mit Standardausstattung, Gymnastikhalle, Entspannungsraum ...)
  • ausreichende Hallenzeit für die Studierenden im Stundenplan (mindestens 10 Wochenstunden)
  • Seminar-, Klassenräume für den theoriegestützten Unterricht
  • Gruppenarbeitsräume für Kleingruppenarbeit

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Materialausstattung

  • Standard-Ausstattung für Regelturnhallen (Kästen, Matten, Turngeräte, Bänke, Deckenkonstruktionen...)
  • gängige psychomotorische Materialien. (Eine Auflistung von Material erscheint nicht sinnvoll, da mittlerweile unendlich viel psychomotorisches Material angeboten wird - hier nur einige Beispiele. Deutlich werden muss, dass durch das Material alle Sinnesbereiche angesprochen werden.)
  • Bewegungsbausteine, Schwungtuch, Rollbretter, Pedalos, Cobal, Varussel, SI-Schaukel usw.
  • Kleinmaterial (Sandsäckchen, liegende Achten, Klingelbälle, etc.)
  • Rhythmikmaterial (Reifen, Stäbe, Seilchen etc.)
  • Sammlung von Alltagsmaterialien
  • Trampolin
  • Diagnostische Materialien
  • standardisierte Tests: Bsp. KTK, MOT 4-6 (8), FEW / DTVP
  • Materialien für eigengestaltete diagnostische Menüs (Bsp. Inventare)
  • moderne und fachrelevante Lehr- und Lernmaterialausstattung, z.B.: Computerarbeitsräume (mit Internetzugang...)
  • Beamer
  • Fachbibliothek (mit Büchern, Videos, DVDs, Fachzeitschriften...)
  • Flipchart
  • Moderationsmaterialien
  • Stellwände
  • Kopierer
  • Möglichkeiten der Aufzeichnung (Video- oder Digital) und deren Wiedergabe
  • OHP

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Umsetzung des Lehrplanes (einschl. fortlaufender Evaluation)

  • Die Umsetzung des Lehrplanes wird in einer Didaktischen Jahresplanung nachgewiesen. Die Lernsituationen müssen mit der entsprechenden Beteiligung der Fächer nachgewiesen werden.
  • Lernfeldorientierung
  • Projektarbeit
  • Differenzierungsbereiche
  • Liegt eine Synopse der Fächer und deren Inhalte vor?
  • Wann war die letzte Evaluation, wann ist die nächste geplant?
  • Einzelaspekte der Didaktischen Jahresplanung werden evaluiert und nach jedem Jahrgang evtl. verändert.
  • Fortlaufende Evaluation, z.B. durch
    • Fach- und/oder Bildungsgangkonferenzen
    • Kooperation mit anderen Fachschulen
    • Auswertungsgespräche mit Studierenden



Beachtung der Aufnahmekriterien an den Fachschulen

Siehe offizielle Vorgaben!
Durch Einsicht in die Dateien der Studierenden kann nachgewiesen werden, dass die Aufnahmekriterien eingehalten werden.



Mitgliedschaft im BAM

  • möglich bei Schulen, die Staatlich anerkannte (geprüfte) Motopädinnen und Motopäden ausbilden

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Regionale Kooperation – Schulgründungen

  • Ausbildungsstätten der Motopädie, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, sollten vor einer Schulneugründung informiert werden. Hier ist der regionale Bedarf zu diskutieren und entsprechend in die eigenen Planungsüberlegungen mit einzubeziehen. Eine Zertifizierung kann also dann erfolgen, wenn im Sinne einer vernunftorientierten Entscheidungsfindung die Kooperationsfähigkeit mit Nachbarschulen nachgewiesen wurde.
  • Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, Infrastruktur, Wie viele Schulen verträgt NRW?



Instrumentarien

  • Unterlagen
    • Zulassungsbescheid durch Ministerium ...
    • Zeugnisse/Referenzen des Personals
    • Synopse der Fächer
    • Didaktische Jahresplanung
  • Gespräche
    • evtl. Austausch mit Lehrkräften und Studierenden
    • psychomotorisch orientierte und begründete Denk- u. Handlungsweisen (Bsp.: Ressourcenorientierung, Fachkompetenz ...)
    • mit ehemaligen Schülern, Grad der Zufriedenheit mit der Ausbildung, mit Praxisanleitern
  • Eindruck vor Ort
    • Erfüllung insb. der räumlichen und materiellen Empfehlungen/Vorgaben



...darüber hinaus

eine Zertifizierung sollte nicht „lebenslänglich“ ausgesprochen werden, sondern alle betroffenen Fachschulen sollten in regelmäßigen Abständen im Hinblick auf ihre Qualität anhand der vorgegebenen bzw. weiter zu entwickelnden Kriterien überprüft werden! Neuprüfung ggf. nach Personalveränderung.

Ein Mitglied des Vorstandes ist vor der Zertifizierung einzuladen. Die Reisekosten und evtl. Verpflegungskosten trägt das Berufskolleg. Evtl. muss eine Entschädigung für ausfallende Arbeitsstunden entrichtet werden.
Die Leitung muss vor Ort sein und die entsprechende Einsicht in Unterlagen ermöglichen. Die Räumlichkeiten müssen vorgestellt werden.

Bundesverband der Ausbildungsstätten für staatlich anerkannte Motopädinnen und Motopäden BAM e.V.

Deutscher Berufsverband der MotopädInnen / MototherapeutInnen DBM e.V.

Bergisch Gladbach, 23.11.2006
gez. Marnitz, 1.Vos. BAM

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